Deep in the jungle where the mighty tiger lies…

Zentralafrikanische Republik
Ködrö tî Bê-Afrika
Fläche: ca. 622,984 km²
Bev.dichte: 6Einw./km²
Hauptstadt: Bangui
Landessprachen: Franz.Sango,Banda,Fulfulde
Lebenserwartung Männer 43 J.,Frauen 44J.
Die bitterarme Zentralafrikanische Republik ist seit Jahren Schauplatz von Militärrebellionen gegen den 1993 demokratisch gewählten Patassé. Die letzte Intervention der MLC und Libyens war in Bangui sehr unpopulär und wurde in Frankreich und den USA kritisiert, weil damit Bangui zum Zentrum illegaler Rohstoff- und Waffengeschäfte in Afrika zu werden drohte. Der Machtwechsel entspricht somit westlichen Interessen in der Region. Staatsoberhaupt seit März 2003: Francois Bozié,Regierungschef Abel Goumba.
Dzanga- Sangha
Im Länderdreieck ZAR, Kamerun und Kongo wurde 1988 auf Initiative des WWF in der Bayanga Region der Nationalpark „Dzanga-Sangha“ eingerichtet. Dieses Gebiet ist eine Übergangszone zwischen tropischem Regenwald und offener Savannenlandschaft die natürtliche Lichtungen, Flüsse und grosse Salinen beherberbergt. In diesem zweitgrößten zusammenhängenden Regenwald der Erde wachsen mehr als 8.000 Pflanzenarten, über 400 Säugetierarten sind hier zu Hause, über 380 Vogelarten bevölkern die Wipfel der Wälder und auch die Vielfalt der tropischen Schmetterlingen ist berühmt. Die Artenvielfalt ist unvorstellbar: 45 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten der Erde leben hier in den Regenwäldern im Herzen Afrikas. Der Regenwald Dzanga Sanghas ist auch Heimat des seltenen Waldelefanten, des Flachlandgorillas und der Bongo-Antilope. Doch Holzindustrie, Wilderer und illegale Diamantensucher bedrohen diesen Lebensraum und seine Arten auf das Dramatischte
Pygmäen
gelten als die frühesten Einwohner Zentralafrikas. Sie leben in einer Nomaden ähnlichen Struktur in der phantastischen Welt des Urwalds, der Vielfalt der Heilpflanzen und deren Nutzung, als Jäger und Sammler in ihrem traditionellem Wissen, das von Generation zu Generation weiter gegeben wird. Trotzdem werden sie nicht nur in der Zentralafrikanischen Republik diskriminiert, sondern auch in Ruanda, Gabun und der Demokratischen Republik Kongo (früher Zaire). Sie werden als Leibeigene gehalten und von Generation zu Generation 'vererbt'. Die Regierungen erkennen die Besitzrechte der Pygmäen auf die seit Jahrhunderten angestammten Regenwaldgebiete nicht an. Der Begriff "Pygmäe" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "zwergenhaft". Die Pygmäen sind allerdings keine Zwergwüchsigen. Bis ins frühe Teenageralter verläuft ihr Wachstum fast wie bei anderen Menschen, nur danach wachsen sie nicht mehr weiter. Pygmäen haben eine verringerte Produktion des Wachstumsfaktors IGF. Aber nicht bei allen Gruppen der Pygmäen zeigt sich diese genetische Besonderheit.

Bestseller Liste
Hardcover Sachbuch
Der Spiegel : Buchreport No 17 25 / 18. April 2002 :
Die Gottestänzerin

Buch Kritiken- Die Gottestänzerin
"Das Neueste vom Menschen" Kategorie "Brainfood"
Verhaltensforscherin kommt im Pygmäendorf in zentralafrika, beschließt zu bleiben und beim Überleben zu helfen. Und wird dabei selbst ein anderer Mensch.
>Als ich ins Lager zurückkam, wurde ich Zeugin einer tief anrührenden Szene. Somba tanzte gerade selbstvergessen mit seinem kleinen Sohn Mbio in den Armen im Kreis herum, summte ihm zärtlich und leise ein Lied vor und schaukelte dabei bedächtig Schritt für Schritt voran. Dann küste er ihn liebevoll auf die Augen und sang ihm eine wunderschöne Geschichte vor, wie mir schien, denn Mbio schaute ihm egeistert in die Augen, irgendwo klatschte man dazu, zärtlich legte Somba die Wange an das runde Babygesicht ... hhmmma-yaa ... hhmmma-yaaya ... Dieser alte Vater war so mit seinem Söhnchen verschmolzen, dass sie wie aus einem Guss schienen. Mbio entdeckte seine leise klatschende Mutter, die ihm mit zwei Finger andeutete, auch zu klatschen ... und ... der kleine Mann klatschte tatsächlich. Quiekte voller Lust und Freude dazu.>

Ich bin nicht sicher, ob das Anthropologenkitsch ist und die Neuauflage des alten europäischen Glaubens an die "guten Wilden" oder Auszug aus einem wirklich
lesenswerten Buch. Da ich es hier empfehle, muss wohl letzteres der Fall sein, denn: Cornelia Canady, Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut, kommt nach Afrika, um das Leben von Pygmäen im zentralafrikanischen Regenwald zu erforschen. Das Team zerbricht, aber Canady bleibt und versucht, den "Gottestänzern" - so nennt sich der Clan selbst - zu helfen. Gegen Wilderer und Holzfäller und staatliche Willkür. Sie wird Teil des Clans und genießt seine Freundlichkeit, seine Nähe zur Natur (obwohl die im Regenwald wirklich nicht gerade freundlich zum Menschen ist) und seine Verbundenheit untereinander. Ihre sehr persönliche Schilderung wird Natur- und Echtheitsucher begeistern (wunderbar persönlich!), Anthropologen ärgern (viel zu persönlich!) und allen anderen wirklich interessante Einblicke in das Leben eines "Naturvolkes" liefern. Qunitessenz der "Gottentänzerin": Naturinteressierte werden das Buch lieben, für anthropologisch Interessierte ist es zu gefühlvoll.

Buch Kritiken- Tränen am Oubangui
KOTTEDER, Franz : Mit dem Fahrrad in Richtung Selbsterkenntnis.
Bücher, in denen das Schicksalhafte wabert – Von Frauen in der Midlife-Crisis, Bestsellern und anderen Begleiterscheinungen
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.12.
Kommentar: Solche "Geschichten (...) haben momentan Konjunktur. Es sind so etwas wie moderne Karl-May-Romane für die Therapie-Gesellschaft, und sie funktionieren meist nach dem Prinzip: Allein stehende Frauen erfahren sich selbst in exotischer Umgebung und erleben dort Momente der Erleuchtung. Es sind Reise- und Erfahrungsberichte nach dem klassischen Muster: Ein Mensch gerät in eine fremde Umgebung und erlebt dort Außergewöhnliches. Begonnen hat dieser Trend 1989 mit dem Welterfolg 'Nicht ohne meine Tochter' der Amerikanerin Betty Mahmoody. "
Als weitere Bücher nennt KOTTEDER "Die weiße Massai" und "Tränen am Oubangi" von Cornelia CANADY.

Afrika , meine Liebe
Ein Lesebuch

 Afrika - das sind Steppen und Savannen, über die wilde Tierherden fliehen, undurchdringlicher Dschungel, der unzählige Geheimnisse birgt, Menschen, die mit der Natur im Einklang leben. Seit jeher hat der sogenannte schwarze Kontinent die Menschen fasziniert. Ein Afrika-Lesebuch der großen Gefühle und großen Namen: Doris Lessing und Tania Blixen, Stefanie Zweig, Stefanie Gercke und Barbara Wood, Corinne Hofmann und Cornelia Canady.